Selbstmordgedanken

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Du hast Selbstmordgedanken? Dann leidest Du an einer schlimmen Depression!

Der Teufel und seine Dämonen versuchen Dich durch Krankheit in den Tod zu treiben. Der Teufel ist der Gegenspieler Gottes. Wenn er heute Erfolg hat und Du Dir das Leben nimmst, dann hat der Teufel gewonnen. Denn vielleicht bist Du noch kein wiedergeborener Christ und wenn Du Dir als Verlorener das Leben nimmst, dann wird Deine Seele die Ewigkeit in der Hölle verbringen.

Durch Selbstmord ist NICHT alles aus!
Die Seele stirbt NICHT!
Der Tod ist NICHT das Ende!
Willst Du das Risiko eingehen, daß mit Selbstmord alles "noch schlimmer" werden könnte?
Für die verlorenen Menschen kommen die eigentlichen Qualen erst im Jenseits!!!
Wenn wir jemandem großes Leid zugefügt haben: Unsere Schuld wird uns EWIG quälen - das Gewissen ist NICHT ausgelöscht!!!
Die Frage ist: WIE stirbst Du? Gerettet oder als Verlorener? Gesegnet oder als Verdammter?

Oh Du armer Mensch, bedenke doch: Nur lebende Menschen haben die Chance zur Umkehr!

Selbstmord / Suizid ist aus folgenden Gründen entschieden abzulehnen:

  • Die Probleme können NICHT "abgeschüttelt" werden - sie folgen einem sogar in den Tod
  • Die Probleme können nur hier im Leben beseitigt werden
  • Seelenruhe findet man erst, wenn man Frieden mit Gott geschlossen hat
  • Es gibt kein Zurück mehr! Keine zweite Chance!!!
  • Die Bibel spricht sich gegen Selbstmord aus
  • Selbstmörder die wiederbelebt wurden beschreiben den Ort wo sie hinkamen als "Hölle", als Ort der "Qualen" und wollen nie mehr dorthin kommen

Gott will nicht, dass Du Dir das Leben nimmst! Jesus Christus will Dir helfen, er hat gesagt:
"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch zur Ruhe bringen!" (Mt 11,28)

Frage Gott, warum Du diese Gedanken hast und was Du unternehmen kannst, damit diese Gedanken verschwinden.
Wende Dein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen und mit Fasten! (vgl. Daniel 9,3).
Bitte und flehe Gott darum an, dass er Dich heilt! Tu es mit Gebet, Fasten und Wehklagen!
Vertraue Dich Freunden an. Suche Hilfe bei anderen Menschen.
Bitte Christen um Gebet. Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist (vgl. Jak 5,16).
Suche einen Arzt auf, vielleicht will Gott einen Arzt benutzen um Dir Heilung zu schenken.

Gott hat etwas Anderes für Dich geplant als den Selbstmord. Wenn es Gottes Wille ist, dann kann er Dir augenblicklich Heilung schenken! Vielleicht musst Du aber auch durch diese schwere Zeit durch, vielleicht will Gott Dir damit etwas sagen. Egal wie es Gott bei Dir vorgesehen hat, du kannst trotzdem immer beten. Bete Tag und Nacht dafür, dass die Depression weggeht. Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wird Gott nicht verachten (vgl. Psalm 51,19).

Ich möchte mit Worten aus der Bibel abschließen:
"Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, daß es nicht regnen solle, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land; und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken." (Jak 5,14-20).

Gott wird Dich erretten, wenn Du Zuflucht bei ihm suchst. Ich möchte Dir einige Psalmen ans Herz legen. Du kannst aber auch beten, eine Bibel aufschlagen und dann lesen, was Gott für Dich ausgewählt hat.

 

 

Psalm 142 - Hilferuf in schwerer Bedrängnis

1 Ein Maskil von David, als er in der Höhle war. Ein Gebet.
2 Ich schreie mit meiner Stimme zum HERRN, ich flehe mit meiner Stimme zum HERRN.
3 Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.
4 Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad; auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.
5 Ich schaue zur Rechten, siehe, da ist keiner, der mich kennt; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele!
6 Ich schreie, o HERR, zu dir; ich sage: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen!
7 Höre auf mein Wehklagen, denn ich bin sehr schwach; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!
8 Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.

Psalm 143 - Gebet um Kraft und Hilfe

1 Ein Psalm Davids. HERR, höre mein Gebet, achte auf mein Flehen! Antworte mir in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!
2 Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht!
3 Denn der Feind verfolgt meine Seele; er hat mein Leben zu Boden getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen.
4 Und mein Geist ist verzagt in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern.
5 Ich gedenke an die längst vergangenen Tage, rufe mir alle deine Taten in Erinnerung und sinne nach über die Werke deiner Hände.
6 Ich strecke meine Hände aus nach dir; meine Seele verlangt nach dir wie lechzendes Erdreich. (Sela.)
7 Erhöre mich eilends, o HERR; mein Geist vergeht! Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, dass ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren!
8 Lass mich früh deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich! Lass mich den Weg erkennen, auf dem ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele.
9 Errette mich, HERR, von meinen Feinden, denn bei dir suche ich Schutz!
10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich in ebenem Land!
11 Um deines Namens willen, HERR, erhalte mich am Leben; durch deine Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not!
12 Und in deiner Gnade vertilge meine Feinde, und lass zugrunde gehen alle Widersacher meiner Seele; denn ich bin dein Knecht!

Psalm 145 - Lobpreis der Größe und Güte Gottes

1 Ein Loblied, von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich!
2 Täglich will ich dich preisen und deinen Namen rühmen immer und ewiglich!
3 Groß ist der HERR und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich.
4 Ein Geschlecht rühme dem andern deine Werke und verkündige deine mächtigen Taten!
5 Von dem herrlichen Glanz deiner Majestät will ich sprechen und von deinen Wundertaten.
6 Von der Macht deines furchterregenden Waltens soll man reden, und deine Größe will ich verkünden.
7 Das Lob deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen!
8 Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.
9 Der HERR ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken.
10 Alle deine Werke werden dich loben, o HERR, und deine Getreuen dich preisen.
11 Von der Herrlichkeit deines Reiches werden sie reden und von deiner Macht sprechen,
12 dass sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.
13 Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter.
14 Der HERR stützt alle Strauchelnden, und richtet alle auf, die gebeugt sind.
15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
16 Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.
18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen;
19 er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten; er hört ihr Schreien und rettet sie.
20 Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und er wird alle Gottlosen vertilgen.
21 Mein Mund soll den Ruhm des HERRN verkünden, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!

Psalm 146 - Loblied auf Gott den Herrn und Helfer

1 Hallelujah! Lobe den HERRN, meine Seele!
2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.
3 Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf ein Menschenkind, bei dem keine Rettung ist!
4 Fährt sein Geist aus, wird er wieder zu Erde; an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen.
5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung ruht auf dem HERRN, seinem Gott!
6 Er hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles, was darin ist; er bewahrt Treue auf ewig.
7 Er verschafft den Unterdrückten Recht und gibt den Hungrigen Brot. Der HERR löst die Gebundenen.
8 Der HERR macht die Blinden sehend; der HERR richtet die Elenden auf; der HERR liebt die Gerechten.
9 Der HERR behütet den Fremdling; er erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen lässt er verkehrte Wege gehen.
10 Der HERR wird herrschen in Ewigkeit, dein Gott, o Zion, von Geschlecht zu Geschlecht! Hallelujah!

Psalm 147 - Bekenntnis zu Gott

1 Lobt den HERRN! Denn es ist gut, unsrem Gott zu lobsingen: es ist lieblich, es gebührt [ihm] Lobgesang.
2 Der HERR baut Jerusalem; die Zerstreuten Israels wird er sammeln.
3 Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
4 Er zählt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen.
5 Groß ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist unermesslich.
6 Der HERR richtet die Elenden wieder auf; er erniedrigt die Gottlosen bis zur Erde.
7 Stimmt dem HERRN ein Danklied an, lobsingt unserem Gott mit der Harfe,
8 der den Himmel mit Wolken bedeckt, der Regen bereitet für die Erde und auf den Bergen Gras wachsen lässt;
9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die [zu ihm] schreien!
10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an der Kraft des Mannes;
11 der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Gnade hoffen.
12 Rühme den HERRN, Jerusalem; Zion, lobe deinen Gott!
13 Denn er hat die Riegel deiner Tore befestigt, deine Kinder gesegnet in deiner Mitte;
14 er gibt deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen.
15 Er sendet seinen Befehl auf die Erde; sein Wort läuft sehr schnell.
16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche,
17 er wirft sein Eis wie Brocken; wer kann bestehen vor seinem Frost?
18 Er sendet sein Wort, so zerschmelzen sie; er lässt seinen Wind wehen, so tauen sie auf.
19 Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Satzungen und Rechtsbestimmungen.
20 So hat er an keinem Heidenvolk gehandelt, und die Rechtsbestimmungen kennen sie nicht. Hallelujah!

Psalm 138 - Dank für Gottes Hilfe

1 Von David. Dir will ich danken von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen!
2 Ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewandt, und deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus.
3 An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet; du hast mir Mut verliehen, in meine Seele kam Kraft.
4 Alle Könige der Erde werden dir, HERR, danken, wenn sie die Worte deines Mundes hören;
5 und sie werden singen von den Wegen des HERRN, denn groß ist die Herrlichkeit des HERRN!
6 Denn der HERR ist erhaben und sieht auf den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von ferne.
7 Wenn ich mitten durch die Bedrängnis gehe, so wirst du mich am Leben erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten.
8 Der HERR wird es für mich vollbringen! HERR, deine Gnade währt ewiglich; das Werk deiner Hände wirst du nicht im Stich lassen!

Psalm 25 - Bitte um Vergebung und Leitung

1 Von David. Zu dir, o HERR, erhebe ich meine Seele;
2 mein Gott, ich vertraue auf dich! Lass mich nicht zuschanden werden, dass meine Feinde nicht frohlocken über mich!
3 Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln.
4 HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade!
5 Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich allezeit.
6 Gedenke, o HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Gnade, die von Ewigkeit her sind!
7 Gedenke nicht an die Sünden meiner Jugend und an meine Übertretungen; gedenke aber an mich nach deiner Gnade, um deiner Güte willen, o HERR!
8 Der HERR ist gut und gerecht, darum weist er die Sünder auf den Weg.
9 Er leitet die Elenden in Gerechtigkeit und lehrt die Elenden seinen Weg.
10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Wahrheit für die, welche seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.
11 Um deines Namens willen, o HERR, vergib meine Schuld; denn sie ist groß!
12 Wer ist der Mann, der den HERRN fürchtet? Er weist ihm den Weg, den er wählen soll.
13 Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.
14 Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.
15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet, denn er wird meine Füße aus dem Netz ziehen.
16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und elend!
17 Die Ängste meines Herzens haben sich vermehrt; führe mich heraus aus meinen Nöten!
18 Sieh an mein Elend und mein Leid, und vergib mir alle meine Sünden!
19 Sieh an meine Feinde, denn es sind viele, und sie hassen mich grimmig.
20 Bewahre meine Seele und rette mich! Lass mich nicht zuschanden werden, denn ich vertraue auf dich!
21 Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten, denn auf dich harre ich.
22 O Gott, erlöse Israel aus allen seinen Nöten!

Psalm 27 - Die Gemeinschaft mit Gott

1 Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?
2 Wenn Übeltäter mir nahen, um mein Fleisch zu fressen, meine Widersacher und Feinde, so müssen sie straucheln und fallen.
3 Selbst wenn ein Heer sich gegen mich lagert, so fürchtet mein Herz sich dennoch nicht; wenn sich Krieg gegen mich erhebt, so bin ich auch dabei getrost.
4 Eines erbitte ich von dem HERRN, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des HERRN mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des HERRN zu schauen und [ihn] zu suchen in seinem Tempel.
5 Denn er deckt mich in seiner Hütte zur Zeit des Unheils, er verbirgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.
6 Nun ragt mein Haupt hoch Über meine Feinde, die um mich her sind, und ich will Jubelopfer bringen in seinem Zelt; ich will singen und spielen dem HERRN.
7 O HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!
8 Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Sucht mein Angesicht!« Dein Angesicht, o HERR, will ich suchen.
9 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir; weise deinen Knecht nicht ab im Zorn! Meine Hilfe bist du geworden; verwirf mich nicht und verlass mich nicht, du Gott meines Heils!
10 Wenn auch mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nimmt doch der HERR mich auf.
11 Zeige mir, HERR, deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen!
12 Gib mich nicht preis der Gier meiner Feinde, denn falsche Zeugen sind gegen mich aufgestanden und stoßen Drohungen aus.
13 Ach, wenn ich nicht gewiss wäre, dass ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen —
14 Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!

Psalm 44 - Klage in (Kriegs-)Not

1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Maskil.
2 O Gott, mit unseren eigenen Ohren haben wir es gehört, unsere Väter haben es uns erzählt, was du für Taten getan hast zu ihrer Zeit, in den Tagen der Vorzeit!
3 Du hast mit deiner Hand die Heidenvölker vertrieben, sie aber gepflanzt; du hast Völker zerschmettert, sie aber ausgebreitet.
4 Denn nicht mit ihrem Schwert haben sie das Land gewonnen, und nicht ihr Arm hat ihnen geholfen, sondern deine rechte Hand und dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
5 Du bist derselbe, mein König, o Gott; gebiete du Rettung für Jakob!
6 Durch dich wollen wir unsere Feinde niederstoßen; in deinem Namen wollen wir unsere Widersacher zertreten.
7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen;
8 sondern du rettest uns von unseren Feinden und machst zuschanden, die uns hassen.
9 In Gott rühmen wir uns alle Tage, und deinen Namen loben wir ewiglich. (Sela.)
10 Und doch hast du uns verworfen und zuschanden werden lassen und bist nicht ausgezogen mit unseren Heerscharen.
11 Du hast uns zurückweichen lassen vor dem Feind, und die uns hassen, haben sich Beute geraubt.
12 Du hast uns wie Schafe zum Fraß hingegeben und hast uns unter die Heiden zerstreut.
13 Du hast dein Volk um ein Geringes verkauft und hast nicht viel dafür verlangt.
14 Du hast uns der Beschimpfung unserer Nachbarn ausgesetzt, dem Spott und Hohn derer, die uns umgeben.
15 Du hast uns zum Sprichwort unter den Heiden gemacht, dass die Völker den Kopf über uns schütteln.
16 Alle Tage ist meine Schmach vor mir, und Scham bedeckt mein Angesicht
17 wegen der Stimme des Spötters und Lästerers, wegen des Feindes, des Rachgierigen.
18 Dies alles ist über uns gekommen, und doch haben wir dich nicht vergessen, noch treulos gehandelt gegen deinen Bund.
19 Unser Herz hat sich nicht zurückgewandt, noch sind unsere Schritte abgewichen von deinem Pfad;
20 dennoch hast du uns zermalmt am Ort der Schakale und uns mit Todesschatten bedeckt.
21 Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände ausgestreckt zu einem fremden Gott,
22 würde Gott das nicht erforschen? Er kennt ja die Geheimnisse des Herzens.
23 Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet.
24 Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer!
25 Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis?
26 Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden.
27 Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen!

Psalm 51 - Bitte um Vergebung und Neuschaffung

1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.
2 Als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Bathseba eingegangen war:
3 O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit!
4 Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde;
5 denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir.
6 An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest.
7 Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.
8 Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten: so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen!
9 Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!
10 Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast.
11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten!
12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern!
13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
14 Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist!
15 Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.
16 Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen.
17 Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige!
18 Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht.
19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz Wirst du, o Gott, nicht verachten.
20 Tue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems!
21 Dann wirst du Gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar!

Psalm 91 - Unter dem Schutz des Höchsten

1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.
2 Ich sage zu dem HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!
3 Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest;
4 er wird dich mit seinen Fittichen decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild.
5 Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt,
6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt.
7 Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen;
8 ja, mit eigenen Augen wirst du es sehen, und zuschauen, wie den Gottlosen vergolten wird.
9 Denn du [sprichst]: Der HERR ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht;
10 kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen.
11 Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
12 Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.
13 Auf den Löwen und die Otter wirst du den Fuß setzen, wirst den Junglöwen und den Drachen zertreten.
14 »Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten; ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt.
15 Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn befreien und zu Ehren bringen.
16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil!«

Psalm 144 - Danklied auf das Glück des Gottesvolkes

1 Von David. Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände geschickt macht zum Kampf, meine Finger zum Krieg;
2 meine gnädige Hilfe und meine Burg, meine Zuflucht und mein Erretter, mein Schild, auf den ich vertraue, der mir auch mein Volk unterwirft!
3 HERR, was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?
4 Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten!
5 HERR, neige deinen Himmel und fahre herab! Rühre die Berge an, dass sie rauchen!
6 Lass es blitzen und zerstreue sie, schieße deine Pfeile ab und schrecke sie!
7 Strecke deine Hand aus von der Höhe; reiße mich heraus und rette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde,
8 deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine trügerische Rechte ist.
9 O Gott, ein neues Lied will ich dir singen, mit der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,
10 der du den Königen Sieg gibst und deinen Knecht David errettest vor dem verderblichen Schwert!
11 Reiße mich heraus und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine trügerische Rechte ist,
12 damit unsere Söhne in ihrer Jugend wie Sprösslinge emporwachsen, unsere Töchter den Säulen gleichen, gemeißelt nach der Art eines Tempelbaus;
13 dass unsere Speicher gefüllt sind und Vorräte geben von jeglicher Art; dass unsere Schafe sich tausendfach mehren, zehntausendfach auf unseren Weiden;
14 dass unsere Rinder trächtig sind ohne Unfall noch Verlust, und dass kein Klagegeschrei zu hören ist auf unseren Straßen!
15 Wohl dem Volk, dem es so ergeht; wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!

Psalm 94 - Gott, der Anwalt des Gerechten

1 Du Gott der Rache, o HERR, du Gott der Rache, leuchte hervor!
2 Erhebe dich, du Richter der Erde, gib den Hochmütigen ihren Lohn!
3 Wie lange sollen die Gottlosen, o HERR, wie lange sollen die Gottlosen frohlocken?
4 Sie halten viele und freche Reden; stolz überheben sich alle Übeltäter.
5 Dein Volk, o HERR, zertreten sie und unterdrücken dein Erbteil.
6 Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und ermorden Waisen;
7 und dann sagen sie: »Der HERR sieht es nicht, und der Gott Jakobs achtet nicht darauf!«
8 Nehmt doch Verstand an, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr Toren, wann wollt ihr einsichtig werden?
9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?
10 Der die Völker züchtigt, sollte der nicht strafen, er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?
11 Der HERR erkennt die Gedanken der Menschen, dass sie nichtig sind.
12 Wohl dem Mann, den du, HERR, züchtigst, und den du aus deinem Gesetz belehrst,
13 um ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird.
14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen und sein Erbteil nicht verlassen;
15 denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück, und alle von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen!
16 Wer steht mir bei gegen die Bösen, wer tritt für mich ein gegen die Übeltäter?
17 Wäre der HERR nicht meine Hilfe gewesen— wenig fehlte, und meine Seele hätte in der Totenstille gewohnt!
18 So oft ich aber sprach: »Mein Fuß ist wankend geworden!«, hat deine Gnade, o HERR, mich gestützt.
19 Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine Tröstungen meine Seele.
20 Sollte der Thron des Verderbens mit dir Gemeinschaft haben, der Unheil schafft durch Gesetz?
21 Sie rotten sich zusammen gegen die Seele des Gerechten und verurteilen unschuldiges Blut.
22 Aber der HERR ist meine sichere Burg geworden, mein Gott der Fels, bei dem ich Zuflucht gefunden habe.
23 Und er lässt ihr Unrecht auf sie selber zurückfallen, und er wird sie durch ihre eigene Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

Psalm 104 - Ein Loblied auf den Schöpfer

1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; mit Pracht und Majestät bist du bekleidet,
2 du, der sich in Licht hüllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie eine Zeltbahn,
3 der sich seine Obergemächer zimmert in den Wassern, der Wolken zu seinem Wagen macht und einherfährt auf den Flügeln des Windes,
4 der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu Feuerflammen.
5 Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, dass sie nicht wankt für immer und ewig.
6 Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen;
7 aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deiner Donnerstimme suchten sie ängstlich das Weite.
8 Die Berge stiegen empor, die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast.
9 Du hast [den Wassern] eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.
10 Du lässt Quellen entspringen in den Tälern; sie fließen zwischen den Bergen hin;
11 sie tränken alle Tiere des Feldes; die Wildesel löschen ihren Durst.
12 Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels; die lassen aus den Zweigen ihre Stimme erschallen.
13 Du tränkst die Berge aus deinen Obergemächern; von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.
14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde;
15 und damit der Wein das Herz des Menschen erfreue, und das Angesicht glänzend werde vom Öl, und damit Brot das Herz des Menschen stärke.
16 Die Bäume des HERRN trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,
17 wo die Vögel ihre Nester bauen und der Storch, der die Zypressen bewohnt.
18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse.
19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang.
20 Schaffst du Finsternis, und wird es Nacht, so regen sich alle Tiere des Waldes.
21 Die jungen Löwen brüllen nach Raub und suchen ihre Nahrung von Gott.
22 Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück und legen sich in ihre Verstecke;
23 der Mensch aber geht hinaus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend.
24 HERR, wie sind deine Werke so viele! Du hast sie alle in Weisheit gemacht, und die Erde ist erfüllt von deinem Besitz.
25 Da ist das Meer, so groß und weit ausgedehnt; darin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und groß;
26 da fahren die Schiffe, der Leviathan, den du gemacht hast, dass er sich darin tummle.
27 Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit.
28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt;
29 verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub;
30 sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde.
31 Die Herrlichkeit des HERRN wird ewig währen; der HERR wird sich an seinen Werken freuen!
32 Blickt er die Erde an, so zittert sie; rührt er die Berge an, so rauchen sie.
33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin.
34 Möge mein Nachsinnen ihm wohlgefallen! Ich freue mich an dem HERRN.
35 Die Sünder sollen von der Erde vertilgt werden und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Hallelujah!
1 Dankt dem HERRN, denn er ist gütig, ja, seine Gnade währt ewiglich!
2 So soll denn Israel sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!
3 So soll denn das Haus Aaron sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!
4 So sollen denn, die den HERRN fürchten, sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!
5 Ich rief zum HERRN in meiner Not, der HERR antwortete mir und befreite mich.
6 Der HERR ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?
7 Der HERR ist für mich, er kommt mir zu Hilfe, und ich werde meine Lust sehen an denen, die mich hassen.
8 Besser ist’s, bei dem HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen;
9 besser ist’s, bei dem HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen!
10 Alle Heiden haben mich umringt; im Namen des HERRN schlage ich sie!
11 Sie haben mich umringt, ja, sie haben mich umringt; im Namen des HERRN schlage ich sie.
12 Sie haben mich umringt wie Bienen; sie sind erloschen wie ein Dornenfeuer; im Namen des HERRN schlage ich sie.
13 Du hast mich hart gestoßen, dass ich fallen sollte; aber der HERR half mir.
14 Der HERR ist meine Stärke und mein Lied, und er wurde mir zum Heil.
15 Stimmen des Jubels und des Heils ertönen in den Zelten der Gerechten: Die Rechte des HERRN hat den Sieg errungen!
16 Die Rechte des HERRN ist erhöht, die Rechte des HERRN hat den Sieg errungen!
17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des HERRN verkünden.
18 Der HERR hat mich wohl hart gezüchtigt; aber dem Tod hat er mich nicht preisgegeben.
19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und den HERRN preise!
20 Dies ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden durch es eingehen.
21 Ich danke dir, denn du hast mich erhört und wurdest mein Heil!
22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden;
23 vom HERRN ist das geschehen; es ist wunderbar in unseren Augen!
24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm!
25 Ach, HERR, hilf! Ach, HERR, lass wohl gelingen!
26 Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN aus.
27 Der HERR ist Gott, er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars!
28 Du bist mein Gott, ich will dich preisen! Mein Gott, ich will dich erheben!
29 Dankt dem HERRN, denn er ist gütig, ja, seine Gnade währt ewiglich!

Trost aus Gottes früheren Taten (Psalm 77)
1
"Ein Psalm Asafs, vorzusingen, für Jedutun."
2 Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe, zu Gott rufe ich und er erhört mich.
3 In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; / meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.
4 Ich denke an Gott - und bin betrübt; ich sinne nach - und mein Herz ist in Ängsten. "SELA".
5 Meine Augen hältst du, dass sie wachen müssen; ich bin so voll Unruhe, dass ich nicht reden kann.
6 Ich gedenke der alten Zeit, der vergangenen Jahre.
7 Ich denke und sinne des Nachts / und rede mit meinem Herzen, mein Geist muss forschen.
8 Wird denn der Herr auf ewig verstoßen und keine Gnade mehr erweisen?
9 Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Verheißung für immer ein Ende?
10 Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen? "SELA".
11 Ich sprach: Darunter leide ich, dass die rechte Hand des Höchsten sich so ändern kann.
12 Darum denke ich an die Taten des HERRN, ja, ich denke an deine früheren Wunder
13 und sinne über alle deine Werke und denke deinen Taten nach.
14 Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist?
15 Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern.
16 Du hast dein Volk erlöst mit Macht, die Kinder Jakobs und Josefs. "SELA".
17 Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und ängstigten sich, ja, die Tiefen tobten.
18 Wasser ergossen sich aus dem Gewölk, / die Wolken donnerten, und deine Pfeile fuhren einher.
19 Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und wankte.
20 Dein Weg ging durch das Meer / und dein Pfad durch große Wasser; doch niemand sah deine Spur.
21 Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand des Mose und Aaron.

In Anfechtung und Schmach (Psalm 69)
1 "Von David, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«."
2
Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
3
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.
4 Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.
5 Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupte habe. Die mir zu Unrecht Feind sind / und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe.
6 Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.
7
Lass an mir nicht zuschanden werden, die deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Lass an mir nicht schamrot werden, die dich suchen, Gott Israels!
8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.
9 Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter;
10 denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
11
Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu.
12
Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir.
13
Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir.
14 Ich aber bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.
15 Errette mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke, dass ich errettet werde vor denen, die mich hassen, und aus den tiefen Wassern;
16
dass mich die Flut nicht ersäufe / und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.
17
Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit
18
und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilends.
19
Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen.
20
Du kennst meine Schmach, meine Schande und Scham; meine Widersacher sind dir alle vor Augen.
21
Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.
22 Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst.
23 Ihr Tisch werde ihnen zur Falle, zur Vergeltung und zum Strick.
24
Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Hüften lass immerfort wanken.
25 Gieß deine Ungnade über sie aus, und dein grimmiger Zorn ergreife sie.
26
Ihre Wohnstatt soll verwüstet werden, und niemand wohne in ihren Zelten.
27 Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und reden gern von dem Schmerz dessen, den du hart getroffen hast.
28 Lass sie aus einer Schuld in die andre fallen, dass sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.
29
Tilge sie aus dem Buch des Lebens, dass sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten.
30
Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!
31
Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank.
32 Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat.
33
Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben.
34
Denn der HERR hört die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35
Es lobe ihn Himmel und Erde, die Meere mit allem, was sich darin regt.
36 Denn Gott wird Zion helfen / und die Städte Judas bauen, dass man dort wohne und sie besitze.
37
Und die Kinder seiner Knechte werden sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.

Der treue Menschenhüter (Psalm 121)
1 "Ein Wallfahrtslied." Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
2
Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
3
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.
5
Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
8
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Gemeinschaft mit Gott (Psalm 27)
1 "Von David." Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
2
Wenn die Übeltäter an mich wollen, um mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, sollen sie selber straucheln und fallen.
3
Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf "ihn."
4 Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.
5
Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, / er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.
6 Und nun erhebt sich mein Haupt über meine Feinde, die um mich her sind; darum will ich Lob opfern in seinem Zelt, ich will singen und Lob sagen dem HERRN.
7
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!
8 Mein Herz hält dir vor dein Wort: / »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
9
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!
10
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.
11
HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
12 Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht ohne Scheu.
13
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.
14
Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Gebet in großer Verlassenheit und Todesnähe (Psalm 88)
1 "Ein Psalmlied der Söhne Korach, vorzusingen, zum Reigentanz im Wechsel, eine Unterweisung" "Hemans, des Esrachiters."
2
HERR, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.
3
Lass mein Gebet vor dich kommen, neige deine Ohren zu meinem Schreien.
4
Denn meine Seele ist übervoll an Leiden, und mein Leben ist nahe dem Tode.
5
Ich bin denen gleich geachtet, die in die Grube fahren, ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat.
6 Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand geschieden sind.
7
Du hast mich hinunter in die Grube gelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.
8 Dein Grimm drückt mich nieder, du bedrängst mich mit allen deinen Fluten. "SELA".
9 Meine Freunde hast du mir entfremdet, du hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht heraus,
10 mein Auge sehnt sich aus dem Elend. HERR, ich rufe zu dir täglich; ich breite meine Hände aus zu dir.
11 Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? "SELA".
12
Wird man im Grabe erzählen deine Güte und deine Treue bei den Toten?
13
Werden denn deine Wunder in der Finsternis erkannt oder deine Gerechtigkeit im Lande des Vergessens?
14 Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt frühe vor dich:
15
Warum verstößt du, HERR, meine Seele und verbirgst dein Antlitz vor mir?
16
Ich bin elend und dem Tode nahe von Jugend auf; ich erleide deine Schrecken, dass ich fast verzage.
17 Dein Grimm geht über mich, deine Schrecken vernichten mich.
18 Sie umgeben mich täglich wie Fluten und umringen mich allzumal.
19
Meine Freunde und Nächsten hast du mir entfremdet, und meine Verwandten hältst du fern von mir.

Verlangen nach Gott aus fremdem Land (Psalm 42)
1 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen.
2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.
6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
7
Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, / darum gedenke ich an dich aus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar.
8
Deine Fluten rauschen daher, / und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
9 Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
10
Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?
11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, / wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?
12
Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Bitte um Verschonung - Dank für Errettung (Psalm 28)
1 "Von David." Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht, dass ich nicht, wenn du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren.
2 Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Tempel.
3
Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen und mit den Übeltätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen.
4 Gib ihnen nach ihrem Tun und nach ihren bösen Taten; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, wie sie es verdienen.
5 Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie niederreißen und nicht wieder aufbauen.
6 Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens.
7 Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.
8 Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. 9 Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!